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Titel Terroristen-Mau-Mau
Autor Unbekannt
Anmerkung

Diese Variante hat nichts mit irgendwelchen Terroristen zu tun. Warum diese Spiel-Variante so heißt, weiß ich nicht.

Material Terroristen-Mau-Mau wird mit Skatkarten gespielt. Damit ausreichend Karten vorhanden sind (pro Spieler etwa 15 Karten), müssen mehrere Skatspiele gemischt werden.
Spielverlauf

Jeder Spieler bekommt vom Geber 6 Karten. Die restlichen Karten werden verdeckt in die Mitte gelegt. Die oberste Karte wird vom Geber aufgedeckt. Deckt der Geber eine der besonderen Karten (7, 8, 9, 10, Bube, Kreuz Dame oder Karo König) auf, wird diese so behandelt, als ob er sie abgelegt hätte und es gelten für den linken Nachbarn die unten beschriebenen Sonderregeln.

Reihum (bei Spielbeginn im Uhrzeigersinn) legen die Spieler eine von ihren eigenen Karten ab, wobei jeweils die Farbe oder das Bild mit der der offenen Karte übereinstimmen muß. Ausnahmen von dieser Regel sind die Buben. Eine Bube darf auf jede beliebige andere Karte, bis auf einen anderen Buben, gelegt werden. Liegt ein Bube oben, muß die gewünschte Farbe gespielt werden.
Kann oder will ein Spieler keine eigene Karte ablegen, so muß er sich eine Karte vom verdeckten Stapel ziehen, ohne diese sofort wieder ablegen zu können.

      Legt ein Spieler eine 7 ab, so muß der nächste Spieler 2 Karten vom verdeckten Stapel ziehen, ohne eine Karte ablegen zu dürfen. Hat dieser Spieler allerdings selbst eine 7, so darf er diese legen ohne ziehen zu müssen. Der nächste Spieler muß dann 4 Karten ziehen, falls er keine eigene 7 hat. usw.

Wird von einem Spieler eine 8 abgelegt, so muß der nächste Spieler einmal aussetzen. Das Aussetzen kann nicht durch das Legen einer eigenen 8 verschoben werden.

Hat ein Spieler eine 9 abgelegt, so muß der vorherige Spieler eine Karte ziehen. Kann dieser allerdings eine eigenen 9 ablegen, so muß nun wiederum dessen Vorgänger zwei Karten ziehen. usw. Nachdem nun ein Spieler keine eigenen 9 mehr legen konnte und die entsprechende Anzahl von Karten gezogen hat, geht die Runde nach dem Spieler, der die erste 9 legte, weiter.

Legt ein Spieler eine 10 ab, so bewirkt er damit einen Wechsel der Spielrichtung.

Derjenige Spieler, der einen Buben ablegt, muß sich eine Spielfarbe aussuchen.

Wird von einem Spieler eine Kreuz Dame [abweichende Spielregel mit Kreuz 9] abgelegt, so müssen sich aIle Spieler und mit einer leichten Verbeugung "Bonjourno" sagen. Schafft dies der Kartenleger nicht als erster, so läßt man ihm sowie dem Letzten wegen dessen "Unhöflichkeit" eine Karte zukommen.

Wird der Karo König gelegt, gelten die gleichen Regeln wie bei der Kreuz Dame, nur das hier "Good morning, Sir" gesagt werden muß.

Legt ein Spieler ein As ab, so muß er eine passende Karte nachlegen. Kann er dies nicht, so muß er eine Karte ziehen.

Bevor eine Pik-Karte gelegt wird, muß "Pik" gesagt werden. Wird Pik Bube gelegt und ist Pik gewünscht, so muß sogar "Pik, Pik" angesagt werden.

Hat ein Spieler beim Ablegen 2 oder mehr gleiche Karten auf der Hand, so darf er diese gleichzeitig legen, wobei sich bei 7, 8, 9, Kreuz Dame, Karo König und As die Wirkung der Karten vervielfachen und bei 10 entsprechend oft umkehren.

Wird von einem Spieler eine Dame abgelegt und man selbst besitzt eine König der gleichen Farbe, so darf man unter auf den Tisch klopfen diese Karte dazwischenlegen, ohne das sich die Spielreihenfolge ändert. Entsprechendes gilt umgekehrt auch für den König.

Bevor ein Spieler seine vorletzte Karte ablegt, muß er durch Klopfen seine Mitspieler darauf aufmerksam machen. Vergißt er dies oder hat bereits der nächste Spieler seine Karte abgelegt, so darf man ihm für diesen Verstoß 6 Karten zukommen lassen.

Das Ablegen der letzten Karte muß mit "Mau" quittiert werden, bei einem Buben sogar mit "Mau, Mau". Ansonsten ist der Spieler mit 6 neuen Karten wieder dabei.

Ebenso bekommt derjenige eine zusätzlich Karte, der während des Spieles Fragen stellt oder flucht. "Verschläft" oder verpaßt ein Spieler seinen Einsatz oder korrigiert ein Spieler seinen Fehler nicht, so dürfen ihm zur Erinnerung so lange weitere Karten gereicht werden, bis er "aufwacht" oder seinen Fehler korrigiert hat. Fehlerhaftes Reichen einer Karte an einen anderen Spieler, wird natürlich ebenfalls mit einer Extrakarte "belohnt".

Wertung

Sieger ist derjenige Spieler, der zuerst alle seine Karten abgelegt hat.